Was der Körper jede Minute neu ausgleicht

Jede Zelle des Körpers gewinnt einen Großteil ihrer Energie aus einer fortlaufenden Reihe chemischer Reaktionen, bei denen Kohlendioxid als Nebenprodukt entsteht. Dieses Gas muss ununterbrochen aus dem Gewebe entfernt werden, damit die Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten insgesamt stabil bleibt.

An diesem fortlaufenden Ausgleich sind mehrere Organe und Enzymsysteme gemeinsam beteiligt. Für eines der beteiligten Spurenelemente, Zink, hat die Europäische Union auf Grundlage eines wissenschaftlichen Gutachtens der EFSA eine gesundheitsbezogene Angabe zum normalen Säure-Basen-Stoffwechsel zugelassen.

Der folgende Abschnitt beschreibt, an welcher konkreten Stelle dieses Spurenelement dabei ansetzt – und was der zugelassene Wortlaut tatsächlich festhält.


Der Stoffwechsel, von dem niemand spricht


Zink und die von der EU geprüfte Angabe zum normalen Säure-Basen-Stoffwechsel.

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Spurenelement Zink
Fundstelle im Recht Verordnung (EU) Nr. 432/2012
EFSA-Register-Nr. ID 360
Zn

Zink

Zink gehört zu jenen Spurenelementen, die der Körper nicht selbst herstellt; nachgeliefert wird es allein über das Essen. Ein kleiner Anteil davon sitzt gebunden im aktiven Zentrum bestimmter Enzyme, ohne die einzelne Stoffwechselschritte nicht in der gewohnten Geschwindigkeit ablaufen könnten.

Zugelassene Angabe Zink trägt zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei. Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012.

Ein Ion ohne Ladungswechsel

Manche Metalle übernehmen in Enzymen eine Rolle im Austausch von Elektronen und wechseln dabei ihre Ladung – Eisen und Kupfer gehören dazu. Zink funktioniert anders: Sein Ion trägt in praktisch jeder biologischen Reaktion dieselbe Ladung und beteiligt sich nicht an einem solchen Austausch.

Innerhalb von Enzymen übernimmt das Zink-Ion deshalb eine andere Aufgabe. Es hält an einer festen Stelle im Enzym ein Wassermolekül in einer Position, aus der heraus dieses Wassermolekül chemisch reaktionsbereiter wird.

Eine Umwandlung, die kaum wartet

Fachleute bezeichnen das betreffende Enzym als Kohlensäureanhydrase. In diesem Enzym reagiert das von Zink aktivierte Wassermolekül mit Kohlendioxid. Aus dieser Reaktion entsteht ein wasserlösliches Molekül, das Bikarbonat, zusammen mit einem einzelnen, freigesetzten Proton. Dieser Schritt läuft je nach Bedarf des Gewebes in beide Richtungen ab.

Nicht nur an einer Stelle vorhanden

Kohlensäureanhydrase ist kein Einzelstück: Verschiedene Varianten des Enzyms übernehmen ähnliche Aufgaben an ganz unterschiedlichen Orten im Körper – etwa in roten Blutkörperchen oder in der Magenschleimhaut. Diese Vielzahl an Orten ändert nichts am rechtlichen Rahmen: Der Wortlaut selbst bleibt kurz und bezieht sich weiterhin ausschließlich auf Zink und den normalen Säure-Basen-Stoffwechsel als Ganzes. Zink trägt zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei. Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012.


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Ein Nahrungsergänzungsmittel ergänzt die tägliche Ernährung, ersetzt sie jedoch nicht. Wer ein solches Präparat verwendet, hält sich am besten an die auf der Verpackung angegebene Menge und bewahrt es außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

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